Tschick (Wolfgang Herrndorf)

Ein sozial isolierter, aber abenteuerlustiger Achtklässler macht sich mit seinem neuen Mitschüler und einem “geborgten” Lada auf eine weite Reise. Dass das Buch offenbar beliebt ist als Bildungsroman im Schulunterricht finde ich beinahe angenehm, auch wenn doch der Schulunterricht meist die schönsten Bücher droht zu verderben. Wolfgang Herrndorfs Sprachstil erinnert ein wenig an den Fänger im Roggen, dessen Sprache ich jedoch geradezu unerträglich jugendlich anbiedernd fand. Ob das der deutschen Übersetzung, der Zeit oder meiner Laune beim Lesen geschuldet war, weiß ich heute aber nicht mehr zu sagen.

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Compressed Time

finally online: my new project compressed time.

When stitching a panorama goes wrong.

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Internet in Japan

Es ist schwierig in Japan halbwegs günstig und komfortabel an Internet zu kommen, was natürlich auch daran liegen mag das meine Messlatte für 'komfortabel' recht hoch liegt. Die erste Hürde ist das "Prevention of Improper Use of Mobile Voice Communications Services Act" [*], ein Gesetz, das Verkauf von SIM-Karten an Ausländer und Touristen unter Geldstrafe verbietet. Wie es nunmal ist, haben sich ganze Geschäftsmodelle aus irrationaler Gesetzgebung entwickelt und es gibt unzählige Anbieter zum Mieten von Pocket-WiFis, WLAN-Access-Points mit Akku und LTE-Chip, die auf den Namen der Firma oder des Gastgebers eingetragen sind.

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Das ist natürlich ein ordentlicher Klotz an Hardware, dessen Miete einen nicht zu unterschätzenden Betrag verschlingt, der zusätzlicher Taschenkapazität bedarf und - gar das Übelste - nocheinmal seperat geladen werden muss. Will man das irgendwie vermeiden, kann man nur eine Data-Only Prepaid SIM kaufen. Dafür gibt es natürlich Anbieter, meist Vermieter von Pocket-Wifis, die auch etwas stiefmütterlich SIM-Karten als Reseller im Angebot haben [1, 2]. Eigentlich als Plan ganz in Ordnung. Der Komfort dabei wäre nun allerdings lediglich die Möglichkeit mir die SIM-Karte nach Deutschland schicken zu lassen und nicht am Post-Office des Flughafens oder in der Unterkunft abholen zu müssen, was natürlich, also das Zusenden ins Ausland, nicht geht.

An den Flughäfen stehen Automaten zum Ziehen von SIM-Karten für 7 oder 14 Tage (zum Premiumpreis), was natürlich aber nicht funktioniert wenn man gedenkt länger zu bleiben.

Also, ohne Internet in die nächste Elektronikmarkthölle und SIM-Karten per Hand kaufen. Wie so ein Tier! Per Hand!!1

Room with a View

Tokyo, Ikebukuro, erste WocheDSCF6152

Sendai, zweite WocheDSCF6706-Pano-Bearbeitet

Sendai, zweite WocheDSCF6954-Pano-Bearbeitet

Tokyo, Shinjuku, dritte WocheDSCF7087

Tokyo, Ikebukuro, dritte WocheDSCF7348

Tokyo, Kawasaki, dritte WocheDSCF7360